Blitzschneller Kassenfüller

Seit dem 20. Juni heißt es für Autofahrer: Aufgepasst! Auf der Weseler Straße sowie Mannesmannallee wurden zwei 'Starenkästen' in Betrieb genommen. Als offizielle Begründung für die Installation wurde eine Entschärfung von Unfallschwerpunkten angeführt. Das kann man jetzt glauben oder nicht: Wer tagtäglich diese Straßen befährt, sollte einmal in sich gehen und überlegen, wann er das letzte Mal dort einen Unfall gesehen hat.
Einer weiteren Installation von Starenkästen an der A 40 in der beliebten Styrumer Kurve sowie vor der Hardenbergbrücke hat die Bezirksregierung eine Abfuhr erteilt. Auch hier sollten Unfallschwerpunkte entschärft werden - so ist von Seiten der Stadt zu hören. Diesen Bedarf hat die für eine Genehmigung zuständige Behörde jedoch nicht sehen können. Das lässt unweigerlich den Verdacht aufkeimen, dass hier durch die Stadt ein schneller Euro gemacht werden sollte, um die leere Haushaltskasse aufzufüllen. Doch hier hat die Stadt (mal wieder?) die Rechnung ohne den Wirt gemacht und muss auf die sicher geglaubten Mehreinnahmen verzichten. Als Trostpflaster bleiben nur die beiden innerstädtisch installierten Blitzer, die die Stadt ohne überbehördliche Genehmigung aufstellen durfte. Bleibt nur noch die Frage zu klären, ob an der Weseler Straße hierfür nicht ein junger Baum weichen musste, da die Blitzanlage in einem für Bepflanzung vorgesehenen Areal aufgestellt wurde.