Christoph Schlingensief ist tot!

Am Samstag erlag der 49-jährige gebürtige Oberhausener Christoph Schlingensief im Kreise seiner Familie in Berlin seinem Krebsleiden. 2008 wurde erstmals Lungenkrebs diagnostiziert. Er ließ sich einen Lungenflügel entfernen, doch es bildeten sich wieder Metastasen. Nachdem er sich anfänglich zurückgezogen hatte, nahm er seinen persönlichsten Kampf auf und veröffentlichte seine Gedanken, Ängste, Verzweiflung und Wut in seinem Buch „So schön wie hier kann's im Himmel gar nicht sein“.

Bei der Ruhrtriennale wollte er seinen Film „S.M.A.S.H. – In Hilfe ersticken“, der in Koproduktion mit dem Deutschen Theater Berlin entstanden ist, zeigen. Doch bereits im Vorfeld wurde die Aufführung abgesagt, da es sich bereits abzeichnete, dass er aufgrund seiner Erkrankung nicht in der Lage sein würde, die geplanten Auftritte zu absolvieren. Christoph Schlingensief erhielt am 15. Mai 2009 in Mülheim an der Ruhr den Ruhrpreis, im August heiratete er seine langjährige künstlerische Mitarbeiterin Aino Laberenz. Ende des Jahres zeigte er sich noch zuversichtlich: „Die Krankheit ist zurück, und dennoch bin ich gut drauf und habe Kraft für meine nächsten Projekte“. Seine Kraft reichte für diesen Kampf leider nicht aus....