(K)Ein Platz für Kinder?

Wie immer, wenn es um Kinder geht, sind entstehende Diskussionen emotionsgeladen. Das ist auch gut so, denn Kinder sind unser aller Zukunft. Kinder brauchen Platz, um sich zu entwickeln und heranzuwachsen. Dies steht außer Frage. Doch wo genau soll dieser Platz zum Entwickeln sein?

 

Dies ist eine aktuell in Winkhausen diskutierte Frage. Eine Handvoll Eltern möchte eine derzeit brachliegende Fläche als Spielplatz für ihre Sprößlinge ausgebaut sehen. Der Wunsch an sich ist erst einmal verständlich, muß aber auch kritisch von allen Seiten betrachtet werden. Da sind zunächst einmal die leeren Haushaltskassen, die eine Einrichtung eines neuen Spielplatzes derzeit unmöglich machen. Des weiteren sollte in die Überlegungen mit einfließen, inwieweit ein Bedarf in einem alten gewachsenen Wohngebiet mit überwiegender Einfamilienhausbebauung samt angrenzenden Gärten und einer Altersstruktur, die überwiegend im Rentenalter oder kurz davor angesiedelt sein dürfte, überhaupt gegeben ist. Ein weiterer nicht zu verachtender Kritikpunkt ist die Lage des in Frage stehenden Grundstückes: eingebettet zwischen den Einfamilienhäusern der Hügel- und Lüderitzstrasse ist dieses Grundstück von außen nicht einsehbar. Bereits jetzt findet sich allerlei Unrat wie z.B. Dosen und Bierflaschen auf der Wiese. Eine Spielplatzbebauung, die auch über ausreichende Sitzgelegenheiten verfügt, würde in den Zeiten, in denen der Spielplatz nicht als solcher genutzt wird, ein Klientel anziehen, das dort niemand wirklich haben möchte. Kann das das erklärte Ziel der Eltern sein, die an die Stadtverwaltung mit dem Wunsch der Spielplatzerrichtung herangetreten sind? Wäre es nicht sinnvoller, eine Umwidmung der Hügel- und Lüderitzstrasse in eine Spielstrasse voranzutreiben? Die Vorteile einer solchen Spielstrasse sind nicht von der Hand zu weisen: zum einen wäre der zeitweise recht starke Durchgangsverkehr und die notorischen Schnellfahrer ausgebremst, zum anderen ist der mögliche Nutzungszeitraum einer Spielstrasse wesentlich höher anzusiedeln, da auch Kinder und Jugendliche bis hin zu Erwachsenen den beruhigten Verkehrsraum nutzen können.